Im Februar überraschten Referendarin Inge Hartmann und Kanzler Dirk Augustin die Mitarbeitenden, Ulrike Rumbler – Mohr und Dominik Schmitz, des SKM in Frechen mit der Übergabe von 125 Paar handgestrickten Socken. Die beiden Mitarbeitenden des SKM kümmern sich in einem neuen Projekt um die Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit von Obdachlosen und Menschen in Übergangswohnungen im Rhein-Erft-Kreis.

Beide berichteten, dass mit ihrer aufsuchenden Hilfe Menschen erreicht werden, die aus den üblichen sozialen Netzen herausfallen und die es ohne stetige Unterstützung nicht alleine schaffen, sich wieder zu integrieren. Chronische Erkrankungen, Alter, Unvermittelbarkeit für Wohnen und Arbeiten setzten eine Abwärtspirale in Gang. Insbesondere bei den Themen Hygiene und medizinsche Versorgung gibt es reichlich Handlungsbedarf, denn Leben auf der Strasse oder in Notunterkünften ist keinesfalls nur ein Winterproblem. Notwendige Antragstellungen, die Organisation und Wahrnehmung von Arztbesuchen und Therapien, aber auch das Zusammenleben in Wohnheimen, Sucht, Überforderungsstrukturen und psychiche Erkrankungen stellen eine Herausforderung für die Klienten dar, bei deren Bewältigung das SKM-Team unterstützt.
Für die Menschen ohne Obdach sind die bunten Strickwaren ein Zeichen, dass sie nicht vergessen wurden und sind ein Öffner für lösungsorientierte Gespräche ohne Scham.
Der St. Lazarus Orden unterstützt seit längerem den Verein Armut und Gesundheit in Deutschland e.V. in Mainz und weitere Organisationen im Rhein-Main-Gebiet mit handgestrickten Socken. Im Jahr 2025 wurde so mehr als 500 Paare ausgegeben. Den Ehrenamtlichen bereitet das Stricken große Freude und aus ganz Deutschland kommen inzwischen so viele Päckchen in Alzey und Hürth an, dass eine weitere Abgabestelle gesucht wurde. Die Wahl fiel auf den SKM in Frechen, der Anlaufstelle für Betroffene, persönliche Begleitung und Sprachrohr auf allen sozialen Ebenen ist. Gesund werden und gesund bleiben wird beeinflusst von kleinsten Veränderungen. Wir sollten nur aufmerksam hinschauen und jeder kann mit kleinen Handlungen die Welt seines Nächsten gesünder machen.
Sie möchten das Projekt mit ihren handgestrickten Socken unterstützen? Senden sie uns diese gerne per Paket zu:
LAZARUS SOCKENPROJEKT
c/o Dirk Augustin
Volkerstrasse 33
55232 Alzey

