Ende Juni machte sich wieder ein Team aus Alzey, bestehend aus Matthias Kiene (ev. Stadtmission) und Dirk Augustin (ev. Kirchengemeinde, Lazarus International e.V.) auf den Weg in die Ukraine, um dort Hilfsgüter auszuliefern.

Diese Hilfslieferung wurde auch dazu genutzt, um bestehende Kontakte zu einem polnischen Hospiz in Darlowo (ehemals Rügenwalde) zu pflegen und um dort Hygieneprodukte zu übergeben. Die weitere Reise führte über Danzig, Elk und Lublin in die Ukraine. In Elk erhielt das Team von dem dortigen Leiter des Caritas-Verbandes die für den Grenzübertritt erforderlichen Papiere und konnte auch im Caritas-Haus übernachten. Es ist immer wieder schön zu erleben, wenn Kooperationen gelingen und Projekte dadurch einfach und zielgerichtet durchgeführt werden können.

Die Anreise zur Grenze verlief ohne Probleme und das Team durfte als humanitärer Hilfstransport ohne Wartezeit in die Grenzanlagen einfahren. Jedoch erfolgte auf der polnischen Seite innerhalb der Grenzanlage eine sehr gründliche und langwierige Abfertigung. Hygieneprodukte und andere Hilfsgüter mussten geöffnet werden. Dafür wurden wir auf der ukrainischen Seite mit einer sehr zuvorkommenden sowie sehr zügigen Abfertigung „entschädigt“ und wir konnten nach insgesamt 3 Stunden die Grenzanlagen auf der ukrainischen Seite verlassen. Gegen Abend erreichte das Team die westukrainische Stadt Luzk.

Grenzübertritt nach 3 Stunden mit Grenzformalitäten

Da dies im Jahr 2026 bereits die zweite Teil-Lieferung nach Luzk war, nutze das Team die Chance, um sich am ersten Abend und am zweiten Tag auf eigene Faust einen Eindruck von der Situation vor Ort zu machen. Neben dem Besuch der Burg (diese ist auf einem nationalen Geldschein als Motiv zu sehen) stand auch Besuch bei dem Haus des Künstlers Mykola Golovan auf dem Besuchsplan. Die Fassade des Hauses, die Balkone und der Garten sind dicht mit fantastischen Steinskulpturen und Reliefs verziert.


Während des Besuches in einem großen Einkaufszentrums erlebte das Team den ukrainischen Alltag hautnah mit. Aufgrund eines Luftalarms musste das Einkaufszentrum geräumt werden. Die Besucher des Einkaufszentrums reagierten ohne Hektik und das Einkaufszentrum war zügig geräumt. Nach der Entwarnung durfte das Einkaufszentrum wieder betreten werden und die Geschäfte wurden wieder geöffnet. Trotz der großen Entfernung zur Front, zeigt dies, dass das ganze Land unter dem Krieg leidet. Das Team aus Alzey reagierte auf den Alarm und kehrte zum Hotel zurück, wo dem Team auch die Lage der Schutzräume bekannt waren. Diese wurden jedoch nicht aufgesucht, da es nur ein kurzer Alarm war. Am zweiten Abend erfolgte die Übergabe der Hilfsgüter. Der Koordinator Alexander R. bedankte sich bei allen Spender:innen die diese Lieferung möglich machten.


Im Anschluss wurden bei einem gemeinsamen Abendessen die aktuellen Projekte der Hilfsorganisation „way to life +“ besprochen und der zukünftige Bedarf an Hilfsgütern erhoben. Aktuell steht ein Kinder-Ferien-Camp in der Westukraine auf dem „Wunschzettel“ der Organisation. Bereits seit mehreren Jahren organisiert die Gruppe solche Camps. In diesem Jahr soll das Camp vom 1. bis zum 8. August durchgeführt werden. Es wird eine mobile Freizeit für ca. 120 Kinder in einem Freizeitzentrum mit einem guten christlichen Programm sein. Die Kinder werden aus unterschiedlichen Verhältnissen stammen – Flüchtlinge, Kinder von Gefallenen und Kinder aus armen Familien. Neben einem kleinen Eigenanteil, soweit die Eltern der Kinder diesen Leisten können, soll der Großteil der Kosten aus Spendengeldern finanziert werden. Insgesamt besteht ein Finanzierungsbedarf von 12.000 €, da mit Busanreise, Unterkunft und Verpflegung für jedes Kind Kosten in Höhe von 100,00 € entstehen. Auch 2027 soll wieder ein solches Camp durchgeführt werden. Eine gute Gelegenheit für Gruppen und Gemeinden die auf der Suche nach einem neuen Projektpartner für Sozialprojekte sind. Wir stellen ihnen gerne den Kontakt zur Hilfsorganisation „way to life +“ her.


Am nächsten Tag erfolgte die Weiterreise in die Stadt Cherkassy in der Zentralukraine. Dort wurden an ein Hospital diverse Wundauflagen, Infusionen, weitere medizinische Hilfsgüter und Berufsbekleidung für das Personal übergeben.



Das Hospital ist unter anderem spezialisiert auf die Behandlung von Brandwunden. Der leitende Arzt zeigte dem Team viele vorher und nachher Aufnahmen von Patienten, die erfolgreich behandelt wurden. Diese Bilder sind aber nicht geeignet, um sie öffentlich zu zeigen.


Bei einem Rundgang durch das Hospital stellten das Team fest, dass manche der benutzten Transportliegen wohlwollend mit „historisch“ beschrieben werden können. Ein Exemplar war bereits 60 Jahre alt. Das Hospital würde sich freuen, wenn bei einer der nächsten Hilfslieferungen ein oder zwei aktuelle Versionen mit Hydraulik im Gepäck wären. Auch werden dringend noch mehrere neue Kühlschränke und neue Waschmaschinen benötigt, um eine gute Versorgung der Patient:innen zu gewährleisten.
Zum Abschluss der Reise besuchte das Team eine Rehabilitationsklinik im Westen der Ukraine. Für die dort behandelten Veteranen ist der Dienst an der Waffe beendet und nach teilweise mehrfachen Amputationen steht die Versorgung mit Prothesen im Vordergrund. Zwei Unternehmer aus Alzey und Kettenheim spendeten für die Patienten Softdrinks und Socken. Nach der Anlieferung wurden die Patienten über die hausinterne WhatsApp-Gruppe über die Lieferung informiert und bereits nach kurzer Zeit fanden Socken und Softdrinks dankbare Abnehmer.

Auch bei der Rückreise konnte das Team wieder ohne Wartezeit in die Grenzanlagen einfahren. Diesmal dauerte die Abfertigung nur eine Stunde. Wobei auch hier ein Großteil der Bearbeitungszeit durch die sehr genauen polnischen Grenzformalitäten entstand. Danach verlief die Rückfahrt ohne Auffälligkeiten und das Team ist am 02. Juli 2026 wieder sicher in Alzey angekommen. Danke an alle Personen die diese Hilfslieferung mit Gebeten, Spenden und guten Wünschen begleitet haben.
Wenn sie zukünftige Hilfslieferungen oder das Kinder-Camps unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende an:
Lazarus International e.V.
Verwendungszweck „Ukrainehilfe“ bzw. „Kinder-Camp-Ukraine”
DE54 3706 0193 0010 0230 33 – GENODED1PAX – Pax Bank
At the end of June, another team from Alzey – comprising Matthias Kiene (Evangelische Stadtmission) and Dirk Augustin (Evangelische Kirchengemeinde, Lazarus International e.V.) – set off for Ukraine to deliver relief supplies.
The trip was also used to maintain existing contacts with a Polish hospice in Darlowo (formerly Rügenwalde) and to hand over hygiene products there. The journey continued via Gdańsk, Elk and Lublin into Ukraine. In Elk, the team received the documents required to cross the border from the local head of the Caritas Association and were also able to stay overnight at the Caritas house. It is always a pleasure to see collaborations succeed and projects carried out smoothly and effectively as a result.
The journey to the border went smoothly and, as a humanitarian aid convoy, the team was allowed to enter the border facilities without having to wait. However, on the Polish side, within the border facilities, we were subjected to a very thorough and lengthy clearance process. Hygiene products and other relief supplies had to be opened. We were ‘compensated’ for this on the Ukrainian side with a very courteous and very swift clearance process, and we were able to leave the border facilities on the Ukrainian side after a total of three hours. Towards evening, the team reached the western Ukrainian city of Lutsk.
As this was already the second partial delivery to Lutsk in 2026, the team took the opportunity to get a first-hand impression of the situation on the ground on the first evening and on the second day. As well as visiting the castle, the itinerary also included a visit to the house of the artist Mykola Golovan. The façade of the house, the balconies and the garden are densely adorned with fantastic stone sculptures and reliefs. Whilst visiting a large shopping centre, the team experienced everyday life in Ukraine at first hand. Due to an air-raid alarm, the shopping centre had to be evacuated. The shoppers reacted calmly and the shopping centre was cleared swiftly. Once the all-clear was given, people were allowed back into the shopping centre and the shops reopened. Despite the great distance from the front line, this shows that the whole country is suffering as a result of the war. The team from Alzey responded to the alarm and returned to the hotel, where they were also aware of the location of the shelters. However, they did not seek refuge there, as it was only a brief alarm. On the second evening, the relief supplies were handed over. The coordinator, Alexander R., thanked all the donors who had made this delivery possible. During the dinner that followed, the current projects of the aid organisation ‘way to life +’ were discussed and the future need for relief supplies was assessed. Currently, a children’s holiday camp in western Ukraine is on the organisation’s ‘wish list’. The group has been organising such camps for several years now. This year, the camp is scheduled to take place from 1 to 8 August. It will be a mobile holiday programme for around 120 children at a leisure centre, featuring a good Christian programme. The children will come from a variety of backgrounds – refugees, children of those killed in action, and children from poor families. In addition to a small contribution from the children’s parents, where they are able to afford it, the majority of the costs are to be covered by donations. The total funding requirement is €12,000, as the cost per child for coach travel, accommodation and meals amounts to €100.00. A similar camp is also planned for 2027. This is a good opportunity for groups and churches looking for a new partner for social projects. We would be happy to put you in touch with the aid organisation ‘way to life +’.
The following day, the journey continued to the city of Cherkasy in central Ukraine. There, various wound dressings, intravenous drips, other medical supplies and workwear for the staff were handed over to a hospital. Among other things, the hospital specialises in the treatment of burns. The senior consultant showed the team many before-and-after photographs of patients who had been successfully treated. However, these images are not suitable for public display. During a tour of the hospital, the team noted that some of the transport stretchers in use could, to put it kindly, be described as ‘historic’. One of them was already 60 years old. The hospital would be delighted if one or two modern hydraulic models could be included in one of the next aid deliveries. There is also an urgent need for several new fridges and washing machines to ensure patients are well looked after.
To round off the trip, the team visited a rehabilitation clinic in western Ukraine. For the veterans being treated there, their military service is over and, following in some cases multiple amputations, the focus is on providing them with new prosthetic limbs. Two business owners from Alzey and Kettenheim donated soft drinks and socks for the patients. Once the delivery had arrived, the patients were informed via the clinic’s internal WhatsApp group, and it wasn’t long before the socks and soft drinks found grateful recipients.
On the return journey, too, the team was once again able to enter the border facilities without any waiting time. This time, clearance took just one hour. Here too, however, a large part of the processing time was due to the very meticulous Polish border formalities. After that, the return journey proceeded without incident, and the team arrived safely back in Alzey on 2 July 2026. Thank you to everyone who supported this aid delivery with prayers, donations and good wishes.
If you would like to support future aid deliveries or the children’s camps, we would be grateful for a donation to:
Lazarus International e.V.
Reference: ‘Aid for Ukraine’ or ‘Children’s Camp Ukraine’
DE54 3706 0193 0010 0230 33 – GENODED1PAX – Pax Bank

